Lana Grochowina Interfaces

Brand Systems & Editorial

Editorial Design ist für mich kein oberflächliches Gestalten, sondern Strukturarbeit.
Es geht darum, komplexe Inhalte so zu ordnen, dass sie verständlich, zugänglich und visuell konsistent funktionieren – über unterschiedliche Formate hinweg.

Ich arbeite seit vielen Jahren an Publikationen für Unternehmen, Institutionen und Marken: von Ratgebern über Geschäftsberichte bis hin zu Serienformaten.
Mein Fokus liegt dabei auf klaren Gestaltungslogiken, langlebigen Systemen und einer visuellen Sprache, die Inhalte trägt, statt sie zu überdecken.

Pfizer Ratgeber – Sexualität & Brustkrebs

Sensibel gestaltene Aufklärung

Ein Thema, über das kaum gesprochen wird und genau deshalb gestaltet werden muss.

Der Ratgeber zur Sexualität bei Brustkrebs wurde inhaltlich überarbeitet und visuell neu entwickelt. Ziel war eine Gestaltung, die Sicherheit gibt, ohne zu beschönigen, und Nähe zulässt, ohne zu überfordern.

Ausgangspunkt war die Haltung von Pfizer, Sexualität als Teil von Lebensqualität offen und respektvoll zu thematisieren. Diese wurde konsequent ins Design übersetzt.

Der bestehende Ratgeber war inhaltlich gewachsen, gestalterisch jedoch nicht mehr zeitgemäß. Unterschiedliche Inhaltstypen – persönliche Erfahrungsberichte, medizinische Informationen und beratende Texte – standen nebeneinander, ohne klare visuelle Ordnung.

Entwicklung einer Gestaltung, die Orientierung gibt und gleichzeitig eine angenehme, ruhige Leseerfahrung schafft. Ziel war eine Balance zwischen emotionaler Zugänglichkeit und sachlicher Klarheit.

Reduziertes Layout mit viel Weißraum, klarer Typografie und einer zurückhaltenden Farbwelt aus warmen Natur- und Lavendeltönen.
Ein flexibles System, das unterschiedliche Inhaltsebenen klar voneinander trennt und dennoch zusammenhält.

Konzeption, Gestaltung und Produktion der gesamten Publikation – von der ersten Idee über Layoutentwicklung und Bildrecherche bis hin zur Retusche und finalen Druckdatenerstellung.

Die Bildsprache zeigt reale, diverse Personen in authentischen Situationen, bleibt dabei jedoch bewusst ruhig und ästhetisch.

Die größte Herausforderung lag in der Tonalität: ein sensibles Thema so zu gestalten, dass es zugänglich wird, ohne an Tiefe zu verlieren.

BDI Publikationen

Systematische Klarheit

 

Für den BDI arbeite ich seit 2016 regelmäßig an unterschiedlichen Publikationen – von einzelnen Dokumenten bis hin zu umfassenderen Redesigns. Ein aktuelles Beispiel ist die Überarbeitung der Wirtschaftsrecht-Reihe, die zweimal jährlich erscheint.

Ziel war es, der Reihe eine klarere visuelle Eigenständigkeit zu geben, ohne sie aus dem bestehenden Erscheinungsbild des BDI herauszulösen. Dafür habe ich ein strukturiertes Layoutsystem entwickelt, das mit klaren Hierarchien, wiederkehrenden Elementen und hoher Lesbarkeit arbeitet.

Der Fokus liegt hier weniger auf einzelnen Gestaltungsentscheidungen als auf einem System, das langfristig funktioniert: konsistent, skalierbar und über viele Ausgaben hinweg stabil anwendbar.

Shape Republic

Skalierbare Content-Systeme

Für die Marken rund um 7NXT und Shape Republic entsteht eine große Bandbreite an Publikationen – von Ratgebern über Rezeptbücher bis hin zu Trainingsplänen und begleitenden Materialien.

Meine Aufgabe war es, Gestaltungssysteme zu entwickeln, die diese Inhalte klar strukturieren und gleichzeitig als Teil einer konsistenten Markenwelt funktionieren. Die Layouts sind modular aufgebaut, flexibel einsetzbar und darauf ausgelegt, in hoher Frequenz produziert zu werden.

Neben den Publikationen habe ich auch im Produktdesign gearbeitet und visuelle Konzepte entwickelt, die sich über unterschiedliche Touchpoints hinweg fortsetzen. Ergänzend dazu sind umfangreiche Social- und Kampagnenassets entstanden, die auf einer separaten Referenzseite gezeigt werden.

Motherfoxer

Freie visuelle Haltung

 

Motherfoxer ist ein freies Modeprojekt, das während meines Studiums entstanden ist – ohne Briefing, ohne Marke im klassischen Sinne, dafür mit einer klaren eigenen Haltung.

Die Arbeiten bewegen sich zwischen Mode, Grafik und Ausdruck. Reduzierte Formen, direkte Typografie und eine rohe, teilweise bewusst unperfekte Ästhetik prägen die Gestaltung.

Das Projekt zeigt eine Seite meiner Arbeit, die nicht durch Anforderungen von außen definiert ist, sondern aus einer eigenen gestalterischen Motivation heraus entsteht – und genau dadurch eine sehr klare Handschrift entwickelt.

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